Chopper
Präziser und flexibler Fraktionensammler für die GC, mit gepackten oder Kapillarsäulen einsetzbar
Die Gaschromatographie ist mit ihrem starken Trennvermögen ideal für die Trennung komplexer Gemische geeignet. Sollen einzelne Peaks eines Gaschromatogramms mit anderen Methoden (z.B. NMR) untersucht oder aus präparativen Gründen gesammelt werden, empfiehlt sich der Einsatz eines Fraktionssammlers. Der Chopper ist ein Fraktionssammler für Gaschromatographen, die mit gepackten oder Kapillarsäulen arbeiten.
Er wird über eine beheizte Transferline mit einem beliebigen Gaschromatographen verbunden.
Der Chopper ist mit 6 Glaskapillaren ausgestattet, die sich in einem mit einem Peltierelement gekühlten Raum befinden. Das Eluat der GC-Säule strömt in den Chopper und wird dort über eine Druckschaltung in eine der 6 Kapillaren geleitet. Bedingt durch die tiefe Temperatur kondensiert die Substanz in der Kapillare. Nach einigen Chromatogrammen enthält die Kapillare genügend Substanz, so dass sie entfernt werden und die Substanz entnommen werden kann.
Um eine Verschleppung zu verhindern, kommt im Chopper kein Ventil mit einer Schleife oder einem Rotor zum Einsatz, sondern die Auswahl einzelner Sammelkapillaren geschieht durch Druckschaltung. Eine siebte Position dient als Abfallgefäß für Peaks, die nicht gesammelt werden sollen. Eine Beheizung des Ventilbereichs verhindert eine Kondensation der zu sammelnden Komponenten, bevor sie zur Sammelkapillare gelangen. Ein integrierter Massenflussregler regelt den Fluss durch die Sammelkapillaren und ermöglicht eine einfache Überprüfung auf Undichtigkeiten.
Der Gaschromatograph ist mit einem Monitordetektor, in der Regel ein FID, ausgestattet. Über ein Kreuzstück am Ende der Säule wird ein Teil des Eluates in den FID geleitet, ein anderer Teil gelangt in den Chopper. Das Signal des Monitordetektors wird über einen A/D-Wandler im Chopper aufgezeichnet und von der Steuersoftware ausgewertet. Ein Umschalten zwischen den einzelnen Sammelkapillaren ist entweder manuell über Schalter an der Vorderseite oder über die Software in Abhängigkeit von der Retentionszeit möglich. Innerhalb eines Retentionszeitfensters kann das Aktivieren einer Sammelkapillare durch das Überschreiten einer bestimmten Signalstärke des Monitordetektors geschaltet werden.
Eine exakte Festlegung der Schaltzeiten ist durch die einzigartige optische Kontrollmöglichkeit des Chopper sehr einfach. Die Sammelkapillaren sind von hinten beleuchtet, so dass die beginnende Kondensation der zu sammelnden Fraktion zu beobachten ist.
Für diese Art der Substanzgewinnung ist eine Kopplung des Chopper mit einem GC mit Large Volume Injektionsmöglichkeit ideal, da bei solchen Systemen mit Injektionsvolumina bis zu 100 µl sehr wenige Injektionen nötig sind, um eine ausreichende Substanzmenge zu sammeln.
Der Chopper wird komplett über eine im Lieferumfang enthaltene Windowssoftware gesteuert, die das Chromatogramm des Monitordetektors anzeigt und die Ansteuerung der einzelnen Sammelkapillaren übernimmt.
Technische Spezifikationen
- Anzahl Sammelkapillaren: 6
- Ventiltemperatur: 40-300°C
- Transferlinetemperatur: 40-300°C
- Temperatur der Sammelkammer: 0°C bis Raumtemperatur (minimal 20°C geringer als Raumtemperatur)
- Betriebsspannung: 100-240 V
- Gewicht: 15 kg
- Abmessungen: 340 x 300 x 490mm (Breite x Tiefe x Höhe)
Der Chopper kann mit jedem GC gekoppelt werden.
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Chopper gekoppelt mit einem GC |
Steuersoftware |

