Universalinjektor Optic 3
Der Optic 3 von ATAS GL ist ein ungewöhnlich vielseitiger GC-Injektor. Er ist mit allen handelsüblichen Gaschromatographen und Autosamplern kompatibel. Die Optic 3 Kontrollbox erlaubt eine vollständige Kontrolle von Druck und Temperatur im Optic 3. Ein Temperaturfühler im GC-Ofenraum erlaubt sogar eine Constant-Flow-Trägergasregelung.
Damit können jetzt auch ältere Gaschromatographen mit Constant-Flow-Technologie nachgerüstet werden.
Mit dem Optic 3 sind folgende Betriebsarten möglich:
- Split-Injektion
- Splitlos-Injektion
- On-Column-Injektion
- automatischer Linerwechsel für matrixbelastete Proben
- Rapid Large Volume Injektion RLVI
- direkte Thermodesorption DTD: einstufige TD ohne Cryotrapping, automatischer Linerwechsel durch CTC PAL
- Difficult Matrix Injection DMI
- Injektion 1-10 µl matrixreicher Probe in Microvial
- frisches Microvial im Liner für jede Injektion
- Wechsel von Liner und Microvial durch CTC PAL
- Expert Mode
- Trägergasfluss, Splitfluss und Temperatur frei programmierbar
- 4 Relays schaltbar
Systemintegration:
Durch passende Montagesätze kann der Optic 3 in jeden handelsüblichen Gaschromatographen in einer beliebigen freien Injektorposition installiert werden. Ein Thermofühler im GC-Ofen ermöglicht eine zuverlässige Constant Flow-Gasregelung.
Die Einhaltung der korrekten Einbauposition im GC ist erlaubt eine einwandfreie Kompatibilität mit allen Autosamplern. Durch den AS Kundendienst erfolgt eine Start/Stop- und Ready-Signalverkabelung mit Autosampler, Gaschromatograph, Massenspektrometer und Datensystem. Die Steuerung des Optic 3 erfolgt über die Kontrollbox oder über die Evolution Workstation.
ATAS Evolution Workstation
Die ATAS Evolution Workstation erlaubt eine einfache, anwenderfreundliche Programmierung des Optic 3 mit vollständiger Status-Information.
- Direkte Steuerung des Optic 3
- einfache Methodeneingabe
- automatische Optimierungssequenzen für
- alle relevanten Parameter
- Echtzeitanzeige für Temperatur und Fluss
- Log file
- Passwordschutz auf zwei Zugangsebenen
- Kommunikation über RS 232-Schnittstelle oder LAN-Verbindung
- kompatibel mit Windows 98/2000/NT
Rapid Large Volume Injektion
Durch Rapid Large Volume Injektion RLVI mit dem Optic können bis zu 100 µl Lösemittel schnell, d.h. auch durch einen nicht geschwindigkeitskontrollierten Autosampler oder per Hand injiziert werden.
Die Probe wird dabei auf einen gepackten Liner injiziert. Die Ausblendung des Lösemittels erfolgt über den Splitausgang und wird dabei durch einen Lösemittelsensor in der Splitleitung überwacht. Nach nahezu vollständiger Ausblendung des Lösemittels wird der Splitausgang geschlossen und die Probe durch Aufheizen auf die Säule übertragen.
Bei langsamer, geschwindigkeitskontrollierter Injektion sind Injektionsvolumina weit über 100 µl realisierbar.
Durch RLVI kann die Nachweisgrenze deutlich verbessert werden. Weitere wichtige Vorteile einer großvolumigen Injektion sind die Vereinfachung der Probenvorbereitung (Eliminierung von Konzentrierungsschritten) und die Möglichkeit der Reduzierung der Probenmenge.
RLVI ist die Grundlage vieler automatisierter Probenvorbereitungsverfahren z.B. im Rahmen der Bestimmung des KW-Indexes in Wasser nach DIN H53 oder in der on-line SPE-GC-Kopplung mit dem SPECube.
Automatischer Linerwechsel mit Linex
Durch Einsatz der Linex Option ist es möglich, durch einen PAL Autosampler die Liner des Optic 3 tauschen zu lassen. Dazu wird ein Autosamplertablett mit bis zu 98 Linern bestückt, die softwaregesteuert im Verlauf einer Sequenz getauscht werden können. Zum Einsatz kommen hierbei Standardliner, alle Features des Optic 3 wie z.B. Septumspülung bleiben auch in dieser Betriebsart erhalten.
Direkte Thermodesorption DTD
Der Optic 3 erlaubt die Thermodesorption einer Probe direkt im Liner. Festproben werden auf einer Fritte im Liner deponiert, Luft- oder Gasproben können auf einem gepackten Liner (z. B. Tenax) gesammelt werden.
Im Optic 3 wird die Probe zunächst mit Trägergas gespült und dann unter Stopped-Flow-Bedingungen desorbiert. Dabei sind mit einer Probe mehrere Temperaturstufen bis zu 600°C realisierbar.
Da die Kapillarsäule direkt unter der Probe installiert ist, werden die Analyten direkt auf die Säule übertragen und eine Zwischenfokussierung über eine Kühlfalle ist nicht erforderlich.
Diese einstufige oder Direkte Thermo Desorption ist nur mit Optic Multi-Injektionssystemen erhältlich und wird von keinem anderen Hersteller angeboten.
Eine Automatisierung ist mit PAL-Autosamplern realisierbar. Der automatische Linerwechsel wird durch den Linex Linerwechsel ermöglicht. Es werden Standard Liner verwendet, die durch PAL Autosampler gewechselt werden.
Difficult Matrix Introduction DMI
Das DMI-Verfahren erlaubt einen völlig neuen Umgang mit dem Thema Probenvorbereitung:
Hohe Anteile an schwer verdampfbaren Matrixanteilen wie Zucker, Fette, Huminsäuren etc. führen nicht mehr zu irreversiblen Ablagerungen im gaschromatografischen System.
Die Verwendung von preiswerten Microvials als Einsatz im Liner erlaubt es, jeder einzelnen Probe ein frisches Microvial anzubieten.
DMI im automatischen Betrieb funktioniert wie folgt: Ein Autosampler-Rack wird mit einer Serie von Microvials bestückt. Der PAL Autosampler injiziert jeweils 1-10 µl Probe in ein Microvial und setzt dann den Liner mit Microvial und Probe in den Optic. Nach Abarbeiten der Sequenz werden die Microvials verworfen und die Liner erneut verwendet.
Die DMI-Option ist dann vorteilhaft, wenn die Injektion stark matrixbelasteter Proben eine schnelle Kontamination von Liner und Säulenanfang verursacht.
Eine gut beschriebene Applikation ist die Analyse von Pestiziden in Fruchtextrakten. Durch Einsatz der DMI-Technologie können Fruchtextrakte direkt ohne Probenvorbereitung analysiert werden.
|
|
|
|
Evolution Software
|
Linerwechsel mit PAL Autosampler
|
|